Jugendplatz und Skateanlage in Greifenberg

Zum Werdegang des auch von der LAG Ammersee geförderten Projekt Jugendplatz und Skateranlage in der Gemeinde Greifenberg kam, haben uns die Macher geschrieben. Danke, Jana Neumüller, Jugendpflegerin in Greifenberg, für die Information, die wir hier widergeben.

Hintergrund: Es gibt in Greifenberg einen Raum für die Jugend, JUT genannt. Dieser befindet sich in dem Sportheim des FC Greifenberg. Man kann diesen Raum nutzen um zu chillen, zusammen zu kochen, Musik zu hören, Spiele spielen, Filme schauen, Geburtstage feiern etc.. Alles in Absprache und Begleitung der Jugendpflegerin Jana Neumüller. Doch leider war es, nach einigen Vorfällen und Ärgernissen nicht mehr möglich, dort eine selbstbestimmte und offene Jugendarbeit anzubieten. Somit wurde der Wunsch seitens der Jugendlichen lauter nach einem Ort an dem sie sich selbstverantwortlich treffen können.

So kam es, dass ca. 20 Greifenberger Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahre sich im Juni 2021 erstmals mit der Jugendpflegerin, der Bürgermeisterin und dem Jugendreferenten zusammen im alten Schulhaus trafen und ihre Interessen für einen Jugendplatz unterbreiteten. Das Treffen lief nach dem Motto Utopia, sodass alle Wünsche gesammelt wurden, egal ob diese realistisch waren oder nicht.

Es folgten weitere regelmäßige Treffen, ca. alle 14 Tage und es wurden die wichtigsten Punkte abgestimmt: 1. Skateanlage; 2. Unterstand/Hütte mit kleinem Lager, als Treff und Sonnen/Regenschutz; 3. Basketballkörbe; 4. Feuerplatz. Dazu natürlich die nötige Infrastruktur wie Mülleimer und Licht. Weitere Ideen waren Wand für Graffiti, Slackline, Boulderwand.

Es wurde auch darüber nachgedacht, wie der Platz genutzt werden kann: Es soll eine gemeinsame Platzordnung geschaffen werden, die dann als Schild dort aufgestellt wird. Außerdem schaut die Jugendpflegerin immer wieder nach dem Rechten und es waren einige Jugendliche bereit, einen Jugendleiterschein zu machen, sodass sie etwas mehr Verantwortung übernehmen können.

Zu diesen Treffen ist dann auch Tobi Eisenknappl hinzugestoßen und hat von seinen Erfahrungen mit dem Bauen von Skateanlagen mit Jugendbeteiligung berichtet. Schließlich ist er ein Skater aus der Region, der sein Hobby zur Professionalität gebracht hat. Er war bereit zusammen mit seinem Bruder Fabian und einem anderen Skater, Pius Kaufmann, und den Jugendlichen eine moderne, Beton gegossene Skateanlage zu errichten.

Jetzt musste alles noch vom Gemeinderat beschlossen werden und der große Knackpunkt, die Finanzierung, geklärt werden. Da die Gemeinde 10.000 Euro für die Jugend zur Verfügung hatte, konnten diese schon Mal verwendet werden. Aber obwohl die jungen Männer es so billig wie möglich machten, war schnell klar, dass es dieses Budget überragen würde. So kamen wir nochmals zu LEADER und es wurden uns weitere 2.500 Euro versichert. (s. Steuerkreisbeschluss vom 24. März 2022, d. Admin.) Somit war der Bau der Skateanlage abgesichert und konnte nun endlich Anfang Mai 2022 beginnen.

Zwei Wochen haben die Burschen an langen Tagen, mit vollem Körpereinsatz an der neuen Skateanlage gebaut. An einigen Tagen kamen Jugendliche hinzu um mitanzupacken oder auch nur mal Gesellschaft zu leisten. Manche Firmen, wie die Baufirma Huber und Lachmayer, haben das Projekt durch Material und Gerätespenden sehr unterstützt. Noch zu erwähnen ist auch der Schützenverein, der uns sein Vereinsheim mit Wasser und Strom in der Bauphase zur Verfügung gestellt hat. Auch wenn es sehr arbeitsam zuging, war die Stimmung mit Musik und Snacks sehr gut, und das Ergebnis sehr gelungen.

Nachdem die Bahn noch 28 Tage trocknen muss, soll am 2.7. ein Einweihungsfest stattfinden.

Leider hat das Budget insgesamt noch nicht für den gesamten Jugendplatz gereicht. Dafür brauchen wir wohl noch etwas Geduld, Einfallsreichtum und Unterstützer, damit die restlichen Ideen auch umgesetzt werden können und die Greifenberger Jugend einen Ort hat an dem sie sich treffen, aber auch sportlich und kreativ betätigen kann.

Die Skateanlage ist schon Mal ein großer Anfang. Vielen Dank an alle Beteiligten die dies möglich gemacht haben.

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