„Landeskultureller Wanderweg auf Erlinger Flur“ eröffnet

(24. Juli 2020) Die Ammersee-Region hat eine neue Attraktion: Am 23. Juli hat die Bayerische Staatsministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Michaela Kaniber MdL, den „Landeskulturellen Wanderweg auf Erlinger Flur“ eröffnet.

Viele engagierte Menschen haben dieses Projekt verwirklicht; unterstützt durch Institutionen unter Federführung der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Ammersee, LEADER-gefördert (Fördersumme: 27.500 EUR) durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER). Entstanden ist ein Wanderweg mit ästhetisch anspruchsvoll gestalteten Objekten und Tafeln zu landeskulturellen Themen, die bedeutsam für die Region sind.

Das Projekt erfüllt eine wichtige Funktion: Bewohner wie Besucher gleichermaßen sollen die Kulturlandschaft und Landwirtschaft in ihrer großen Vielfalt erleben, erkunden können und besser verstehen lernen. Die LEADER-Region Ammersee ist ein Zusammenschluss von 16 zumeist kleinstrukturierten Mitgliedsflächengemeinden. In der regionalen Entwicklung geht es hier auch um den Erhalt ländlicher Strukturen, gerade am Rande des Ballungsraums, angesichts von Wirtschaftsansiedlung, Bevölkerungswachstum und Naherholungsdruck.

12 Stationen zu drei Themenkomplexen
Der „Landeskulturelle Wanderweg“ ist mit Tafeln sowie Objekten bestückt; wo beide Elemente zusammentreffen, sprechen die Gestalter außerdem von „Stationen“. Neben der Eingangstafel mit Basisinformationen und zwei Tafeln zu Friedenskapelle und Kreuzweg gibt es 12 Stationen zu den drei Themenkomplexen: Grundlagen der Landeskultur, Leistungen der natürlichen Ressourcen, Wandel über die Zeit. Die Tafeln auf wertigen Eichenbohlen hat die Dießener Grafikerin Chris Rosmanitz gestaltet.

Eine große Vielfalt bieten Tafeln, Objekte sowie Stationen am Weg: von interaktiven Elementen über Sitzgelegenheiten, Anschauungsobjekte bis hin zu „Spielgeräten“, dabei sind meist Infotafeln eingebunden. Bei der Gestaltung sollten möglichst organische Formen aus natürlichen Material wie Holz und Steine verwendet werden, wobei Wert gelegt wurde auf widerstandsfähige, leicht und kostengünstig zu wartende oder zu ersetzende Konstruktionen.

Der Themenkomplex „Grundlagen der Landeskultur“ wird mit Stationen zur Entstehung der Landschaft (Geologie), zum Standort (Klima, Boden, Relief), zum Klimawandel sowie zur Humusbildung genauso behandelt, wie mit einem Insektenhotel, das Bestäubung und Artenvielfalt zeigt.

Ein zweiter Themenbereich ist den „Leistungen der natürlichen Ressourcen“ gewidmet. Durch die Artenbeschreibung von Acker-, Wiesen- sowie Heckenpflanzen werden deren Leistung und Bedeutung vermittelt. Zusätzlich sind Waldfunktionen – der multifunktionale Wald und das Thema Nachhaltigkeit – dargestellt.

Schließlich sind weitere Stationen des Landeskulturellen Wanderwegs dem Themenkomplex „Wandel über die Zeit“ gewidmet. Dort lernen Gäste etwa die „Landwirtschaft 1919 – 2019: Aus Sicht eines einzelnen landwirtschaftlichen Betriebes“ kennen. Sie erfahren vom „Wandel der wirtschaftlichen Bedeutung von Land-/Forstwirtschaft am Beispiel Kloster Andechs“, wie auch von den Veränderungen in Struktur und Ortsbild des Dorfes Erling.

Politische Prominenz und Ehrengäste
Den „Landeskulturellen Wanderweg auf Erlinger Flur“ eröffnete Staatsministerin Michaela Kaniber gemeinsam mit dem Ersten Bürgermeister von Andechs, Georg Scheitz, begleitet von politischer Prominenz und Ehrengästen. Dazu gehörten Michael Kießling, Mitglied des Deutschen Bundestages aus dem Wahlkreis Starnberg-Landsberg am Lech, Landrat Stefan Frey, die Landtagsabgeordneten aus dem Stimmkreis Starnberg Dr. Ute Eiling-Hütig und Anne Franke, die ehemaligen Lokalpolitiker Karl Roth (bis April Landrat in Starnberg) und die ehemalige Andechser Bürgermeisterin Anna E. Neppel, in deren Amtszeit das Projekt beschlossen und verwirklicht wurde. Aus dem Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten war Ministerialrat Dieter Ofenhitzer zu Gast, der im Staatsministerium u.a. für die LEADER-Förderung zuständige Referatsleiter. Veronika Hämmerle vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kempten trat erstmals als neue LEADER-Koordinatorin für das Gebiet Allgäu/westliches Oberland in der Öffentlichkeit auf. Sie ist die Nachfolgerin von Ethelbert Babl. Die LAG Ammersee vertraten der Vorsitzende Werner Grünbauer und LAG-Manager Detlef Däke sowie Bürgermeister bzw. deren Vertreter aus den Mitgliedsgemeinden.

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