LAG Ammersee zu Gast auf internationaler LEADER-Tagung Bulgarien

Internationale Gäste waren auch bei der diesjährigen LEADER-Tagung Bulgariens (22.-24. Oktober) herzlich willkommen. Diese fand im südwestbulgarischen Städtchen Razlog statt, das malerisch zwischen Pirin-Gebirge im Westen und westlichen Rhodopen im Osten bzw. im Raslog-Tal zwischen dem Pirin-Gebirge im Süden und dem Rila-Gebirge im Norden liegt.

Zu den Treffen der bulgarischen LAGs sind schon seit einigen Jahren immer auch ausländische LEADER-Experten eingeladen: Neben hochrangigen Vertretern der Europäischen Komission aus Brüssel kamen diese 2019 aus Frankreich, Griechenland, Italien, Lettland, Rumänien, Slowenien und der Türkei. Aus Deutschland kamen Ministerialrat Dieter Ofenhitzer, der im Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten für LEADER-Förderung zuständige Referatsleiter, und Hans-Peter Sander vom Management der LAG Ammersee. Er engagiert sich seit einigen Jahren für eine engere Kooperation deutscher mit bulgarischen LAGs und betreut immer wieder LEADER-Gruppen aus Bulgarien in unserer Region.

Sander stellte im Plenum der Razloger Tagung die LAG Ammersee vor, hier speziell internationale Kooperationen, wie die blühenden Beziehungen zu den LAGs in der polnischen Region Kociewie sowie das Engagement der LAG Ammersee im internationalen Wissens-Allianz-Projekt Rural 3.0.

Überraschungsgast war Desislava Taneva, Bulgariens neue Ministerin für Landwirtschaft, Ernährung und Forst, die eine kurze Ansprache hielt. 

Die Tagung bot vielfältige Gelegenheiten LEADER-Projekte, nationale wie Ländergrenzen überschreitende, kennenzulernen und mit den Akteuren intensiv ins Gespräch zu kommen. Wieder erklärten vor allem bulgarische Teilnehmende das große Interesse an Kooperationen mit deutschen LAGs. Nach Angaben der EU wurden 2018 interessanterweise erst 21 internationale Kooperationsprojekte deutscher LAGs registriert; davon ein großer Teil mit Gruppen im benachbarten Österreich.

Nach der Konferenz besuchte Sander die sehr landwirtschaftlich geprägte LAG Sredets, ca. 25 km südwestlich der Schwarzmeerhafenstadt Burgas gelegen. Dort konnte er zwei Tage die Gastfreundschaft des LAG-Vorsitzenden, Dimo Naydenov (linkes Bild), genießen und mit seinem Gastgeber die Region und EU-geförderte Projekte erkunden. In Burgas gab es zudem ein zweites Treffen mit dem bulgarischen Parlamentsabgeordneten Petar Petrov (Bild rechts), stellv. Ausschussvorsitzender für Europa-Angelegenheiten und die Verwaltung von EU-Mitteln. Petrov, der aus dem ebenfalls agrarisch geprägten Ort Kotel (ca. 150 km westlich von Burgas) stammt, hatte schon an der Tagung in Razlog teilgenommen. Er warb für eine stärkere Zusammenarbeit deutscher und bulgarischer LAGs und schlug zum Einstieg den Besuch bayerischer Folklore-Gruppen des alljährlich in der zweiten Augusthälfte bei Kotel stattfindenden „Festivals der national-folkloristischen Trachten“ vor.

 

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